Die Hochdruckreaktion und die strukturelle Stabilität von kristallinem racemischem (RS) Ibuprofen bis zu 7 GPa werden mit Raman-Spektroskopie untersucht, wobei Diamantstempelzellen für die Druckanwendung und Glycerin als Druckübertragungsmedium verwendet werden. Zwei unabhängige Hochdruckexperimente wurden mit praktisch identischen Ergebnissen durchgeführt. Sowohl intermolekulare Schwingungen (assoziiert mit schwachen van der Waals-Interaktionen und Wasserstoffbrückenbindungen zwischen Ibuprofenmolekülen) als auch intramolekulare Schwingungen (assoziiert mit starken kovalenten Bindungen innerhalb des Ibuprofenmoleküls) werden als Funktion des Drucks überwacht, wobei erstere viel anfälliger für Volumenverringerung sind. Die Druckabhängigkeit der Raman-Peakfrequenzen zeigt bei ~2 und ~6 GPa zwei unterschiedliche Veränderungen, was auf das Auftreten von druckinduzierten strukturellen Modifikationen von Ibuprofen hinweist. Basierend auf den Hochdruck-Ramandaten für die intermolekularen Schwingungen des RS-Ibuprofens unter 2 GPa wird auch ein Wert für den Null-Druck-Werkstoffmodul von ~7,5 GPa extrahiert.
Siavou et al. (Sat,) haben diese Frage untersucht.