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Dieses Papier schlägt eine empirische Umsetzung des Konzepts der Ungleichheit der Chancen im Gesundheitswesen vor und wendet dies auf Daten der UK National Child Development Study an. Basierend auf der Unterscheidung zwischen Umstands- und Anstrengungsvariablen in John Roemers Arbeit zur Chancengleichheit werden Umstände durch den sozioökonomischen Status der Eltern und die Gesundheit in der Kindheit repräsentiert; Anstrengung wird durch gesundheitsbezogene Lebensstile und den Bildungsabschluss repräsentiert. Stochastische Dominanztests werden verwendet, um Ungleichheit der Chancen in den bedingten Verteilungen der selbstbeurteilten Gesundheit im Erwachsenenalter zu erkennen. Zwei alternative Ansätze werden verwendet, um Ungleichheit der Chancen zu messen. Ökonometrische Modelle werden geschätzt, um die dreieckige Beziehung zwischen Umständen, Anstrengung und Gesundheit zu beleuchten und zu quantifizieren. Die Ergebnisse zeigen das Vorhandensein einer erheblichen und anhaltenden Ungleichheit der Chancen im Gesundheitswesen. Umstände beeinflussen die Gesundheit im Erwachsenenalter sowohl direkt als auch durch Anstrengungsfaktoren wie den Bildungsabschluss. Dies deutet darauf hin, dass, während der Einfluss einiger ungerechter Umstände nur in der Kindheit angegangen werden kann, die Umsetzung komplementärer Bildungspolitik von größter Bedeutung sein könnte.
Pedro Rosa Dias (Do,) untersuchte diese Frage.