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KONTEXT: Der dramatische Anstieg der Nutzung von Mobiltelefonen hat Besorgnis über mögliche negative Auswirkungen von Radiofrequenzsignalen erzeugt, die an das Gehirn abgegeben werden. Ob jedoch die akute Exposition gegenüber Mobiltelefonen das menschliche Gehirn beeinflusst, ist unklar. ZIEL: Zu bewerten, ob die akute Exposition gegenüber Mobiltelefonen den Glukosestoffwechsel im Gehirn beeinträchtigt, ein Marker für die Gehirnaktivität. DESIGN, SETTING UND TEILNEHMENDE: Randomisierte Crossover-Studie, die zwischen dem 1. Januar und dem 31. Dezember 2009 in einem einzigen US-Labor mit 47 gesunden Teilnehmern durchgeführt wurde, die aus der Gemeinschaft rekrutiert wurden. Mobiltelefone wurden an den linken und rechten Ohren platziert, und die Positronen-Emissions-Tomographie mit ((18)F)Fluordesoxyglukose-Injektion wurde verwendet, um den Glukosestoffwechsel im Gehirn zweimal zu messen, einmal mit aktiviertem rechtem Mobiltelefon (Stummschaltung) für 50 Minuten ("ein"-Zustand) und einmal mit deaktivierten beiden Mobiltelefonen ("aus"-Zustand). Es wurden statistische parametrische Abbildungen verwendet, um den Stoffwechsel zwischen den Zuständen „ein“ und „aus“ mit gepaarten t-Tests zu vergleichen, und Pearson-Linear-Korrelationen wurden verwendet, um die Assoziation zwischen Stoffwechsel und geschätzter Amplitude von radiofrequenzmodulierten elektromagnetischen Wellen, die vom Mobiltelefon emittiert werden, zu überprüfen. Cluster mit mindestens 1000 Voxel (Volumen > 8 cm(3)) und P < .05 (korrigiert für Mehrfachvergleiche) wurden als signifikant betrachtet. HAUPT-AUSGANGSMESSUNG: Glukosestoffwechsel des Gehirns, berechnet als absoluter Stoffwechsel (μmol/100 g pro Minute) und als normalisierter Stoffwechsel (Region/gesamtes Gehirn). ERGEBNISSE: Der gesamte Stoffwechsel des Gehirns unterschied sich nicht zwischen den Zuständen „ein“ und „aus“. Im Gegensatz dazu war der Stoffwechsel in der der Antenne nächsten Region (orbitofrontaler Kortex und temporaler Pol) im Zustand „ein“ signifikant höher als im Zustand „aus“ (35,7 vs. 33,3 μmol/100 g pro Minute; mittlere Differenz, 2,4; 95% Konfidenzintervall, 0,67-4,2; P = .004). Die erhöhten Werte korrelierten signifikant mit den geschätzten Amplituden des elektromagnetischen Feldes sowohl für den absoluten Stoffwechsel (R = 0,95, P < .001) als auch für den normalisierten Stoffwechsel (R = 0,89; P < .001). SCHLUSSFOLGERUNGEN: Bei gesunden Teilnehmern und im Vergleich zur Nicht-Exposition war eine 50-minütige Exposition gegenüber Mobiltelefonen mit einem erhöhten Glukosestoffwechsel im Gehirn in der der Antenne nächsten Region verbunden. Diese Erkenntnis hat unbekannte klinische Bedeutung.
Nora D. Volkow (Di,) hat diese Frage untersucht.