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Die Kommentierungsforen für Leser von Online-Zeitungsseiten bieten Nachrichtenlesern die Möglichkeit, an einem Online-Gespräch über das jeweilige Nachrichtenthema teilzunehmen. Durch die Bereitstellung dieser Foren übertragen Journalisten einen Teil ihrer Gatekeeping-Verantwortung auf nicht-journalistische Kommentatoren und ermächtigen sie als sekundäre Gatekeeper, zu entscheiden, welcher Inhalt neben den Nachrichten erscheint. Um einen konstruktiven Dialog zu fördern, verlangen jedoch nahezu alle kommentierenden Zeitungen, dass Online-Kommentatoren in ihren Kommentaren zivil bleiben. Sie erkennen, dass Unhöflichkeit in den Foren für ihre Markenidentität toxisch ist und dazu dient, die Leser, die sie anziehen wollen, zu verärgern, zu polarisieren und zum Schweigen zu bringen. Um dem entgegenzuwirken, haben Zeitungen Strategien entwickelt, um Unhöflichkeit zu reduzieren, darunter das Verbot von Anonymität oder die vollständige Untersagung der Foren. Indem sie ihre Agenda festlegende und gatekeeping Rolle zur Abwehr von Unhöflichkeit wieder bekräftigen, scheinen Zeitungen eine neue, bisher nicht quantifizierte Strategie anzunehmen. In einer Untersuchung von 2100 Nachrichtenartikeln aus 50 US-Zeitungen mit einer konstruierten Wochen-Sampling-Methode untersucht diese Forschung, inwieweit einige Nachrichtenthemen wahrscheinlicher sind als andere, mit einem Kommentierungsforum zu erscheinen. Die Ergebnisse zeigen, dass kontroverse Nachrichtenartikel wahrscheinlicher ohne Kommentierungsforum erscheinen als nicht-kontroverse Nachrichtenartikel, was eine neue Dimension für die Fähigkeit der Zeitungen darstellt, die öffentliche Agenda zu setzen.
Arthur D. Santana (Fr,) untersuchte diese Frage.