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Zusammenfassung Die isotopische Zusammensetzung von Kohlenstoff und Sauerstoff der mineralischen Phase des Zahnschmelzes ist mit der Ernährung und der Umwelt verbunden. Zahnschmelz wird nach seiner Bildung nicht mehr remodelliert. Mehrere Studien zur intra-zahnlichen isotopischen Variabilität bei hypsodonten Säugetier-Zähnen haben eine sequenzielle Probenahme des Schmelzes einbezogen, um Veränderungen in Ernährung und Umwelt während der Zahnbildung nachzuverfolgen. Die Möglichkeit, individuelle Geschichten zu erkunden, eröffnet viele Anwendungen, insbesondere in der Rekonstruktion von Paläoumwelt und Herdenmanagement. Frühere histologische Untersuchungen haben allerdings gezeigt, dass die Mineralisation des Zahnschmelzes ein fortschreitender und diskontinuerlicher Prozess ist. Ziel der vorliegenden Studie ist es, zu bestimmen, ob dieses Muster die Zeitauflösung einer intra-zahnlichen sequenziellen Probenahme signifikant beeinflusst. Isotopische Analysen (δ 13 C) wurden an Zahnschmelz von Ochsen (Bos taurus) durchgeführt, die von einer C 3 pflanzenbasierten Ernährung auf eine C 4 pflanzenbasierte Ernährung mit sehr unterschiedlichen kohlenstoffisotopischen Zusammensetzungen umgestellt wurden. Die Ernährungsumstellung spiegelte sich in der mineralischen Phase des Schmelzes wider. Das Muster der intra-zahnlichen isotopischen Variation deutet darauf hin, dass die Vollendung der Mineralisation des Zahnschmelzes sechs bis sieben Monate erforderte. Solch eine Verzögerung in der Schmelz-Mineralisation wird die Zeitauflösung der sequenziellen Probenahme des Schmelzes verringern. Die Auswirkungen einer verlängerten Mineralisation des Schmelzes müssen bei der Interpretation von Mustern intra-zahnlicher isotopischer Variationen berücksichtigt werden. Copyright © 2002 John Wiley & Sons, Ltd.
Marie Balasse (Wed,) untersuchte diese Frage.
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