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Wir wollten die Beziehung zwischen emotionaler Kompetenz und der Bereitschaft herausfinden, Hilfe bei emotionalen Problemen und suizidalen Gedanken zu suchen. Eine Umfrage unter 300 Studierenden bewertete emotionale Kompetenz (Fähigkeit zur Wahrnehmung von Emotionen, Umgang mit selbstbezogenen Emotionen und Umgang mit den Emotionen anderer), Hoffnungslosigkeit, die Bereitschaft, Hilfe von Fachleuten (z. B. Berater) und Nicht-Fachleuten (Freunde, Familie) zu suchen, sowie die wahrgenommene Nützlichkeit vergangener Hilfesuche-Erfahrungen. Personen, die berichteten, weniger geschickt im Umgang mit Emotionen zu sein, waren weniger bereit, bei emotionalen Problemen und suizidalen Gedanken Hilfe von Familie und Freunden zu suchen, und weniger bereit, bei suizidalen Gedanken Hilfe von Fachleuten zu suchen. Diese Zusammenhänge blieben auch nach Kontrolle für Hoffnungslosigkeit, Geschlecht und vergangene Hilfesuche-Erfahrungen bestehen. Mediationsanalysen deuteten darauf hin, dass Personen mit geringeren Fähigkeiten im Umgang mit den Emotionen anderer weniger bereit waren, Hilfe von Fachleuten zu suchen, da sie in der Vergangenheit schlechtere Erfahrungen mit Fachleuten für psychische Gesundheit gemacht hatten. Es gab keinen signifikanten Zusammenhang zwischen der Fähigkeit zur Wahrnehmung von Emotionen und der Bereitschaft, Hilfe zu suchen. Personen, die am wahrscheinlichsten Hilfe benötigten (die schlecht im Umgang mit Emotionen waren), waren am wenigsten bereit, sie zu suchen, und wenn sie es taten, hatten sie die geringste Wahrscheinlichkeit, davon zu profitieren.
Ciarrochi et al. (Tue,) untersuchten diese Frage.