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Um das Gefühl der Präsenz zu erhöhen, die sensorisch-motorische Leistung zu erleichtern und Desorientierung oder Übelkeit zu vermeiden, erfordern Virtual-Reality-Anwendungen die Wahrnehmung einer stabilen Umgebung. Die End-to-End-Tracking-Latenz (Anzeigeverzögerung) mindert diese Illusion der Stabilität und wurde als ein wesentliches Manko bestehender Systeme für virtuelle Umgebungen identifiziert. Oscillopsia bezieht sich auf die Wahrnehmung, dass die visuelle Welt schwimmt oder im Raum oszilliert, und ist eine Manifestation dieses Verlusts der perceptuellen Stabilität der Umgebung. Die Auswirkungen der End-to-End-Latenz und der Kopfgeschwindigkeit auf die perceptuelle Stabilität in einer virtuellen Umgebung wurden psychophysikalisch untersucht. Die Probanden berichteten während Kopfbewegungen signifikant wahrscheinlicher von Oscillopsia, wenn die End-to-End-Latenz oder die Kopfgeschwindigkeit erhöht wurden. Es wird geschlossen, dass die perceptuelle Instabilität der Welt bei zunehmender Kopfbewegung und erhöhter Anzeigeverzögerung auftritt. Oscillopsia wird voraussichtlich bei Aufgaben, die reale Fortbewegung oder schnelle Kopfbewegungen erfordern, deutlicher ausgeprägt sein.
Allison et al. (Mittwoch) haben diese Frage untersucht.