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Dissertation examines exclusion ideology in disability contexts, highlighting persistence despite inclusion efforts.
Die Dissertation untersucht die persistente Wirkkraft der Ideologie der Exklusion im Kontext von Behinderung, Deinstitutionalisierung und den Prinzipien der Normalisierung. Behinderung wird dabei nicht als ontologische Identitätskategorie verstanden, sondern als ein Ort ideologischer Projektion und affektiver Fantasie. Im Fokus stehen die Genealogie und das Fortwirken institutionalisierender Prozesse sowie die Frage, wie sich Exklusionsmechanismen selbst in jenen Systemen reproduzieren, die explizit auf Inklusion ausgerichtet sind. Auf Grundlage von Theorien von Slavoj Žižek, Liat Ben-Moshe, Louis Althusser und Giorgio Agamben sowie unter Einbeziehung ethnografischer Perspektiven und der Disability Studies argumentiert die Arbeit, dass die Ideologie der Exklusion nicht primär auf Unwissen oder Angst beruht. Vielmehr speist sie sich aus kulturell verankerten Sehnsüchten nach Normativität und Differenz. Die Analyse von Handlungspraktiken in inklusiven Einrichtungen verdeutlicht, dass behinderte Menschen weiterhin als „Andere“ markiert werden. Dies legt einen strukturellen Widerspruch offen: Inklusionsbestrebungen reproduzieren häufig jene Hierarchien, die sie überwinden sollen. Zur Explikation dieses Phänomens führt die Arbeit das Konzept ideologischer „Mandate“ ein. Diese formieren sich innerhalb spezifischer institutioneller Milieus und veranlassen Individuen dazu, Rollen zu internalisieren, welche die Exklusion stabilisieren. Zudem zeigt die Dissertation, wie Fantasien und das Begehren nach klaren sozialen Grenzen zur Persistenz von Normativität beitragen, exemplarisch am russischen Kontext. Die Arbeit leistet einen interdisziplinären Beitrag zu Disability Studies, Medizinanthropologie und politischer Theorie. Sie bietet ein neues analytisches Instrumentarium zur Entschlüsselung fortbestehender Exklusion trotz inklusiver Diskurse und hinterfragt grundlegende Annahmen von Normalisierung und Inklusion.
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Anna Altukhova (2026) studied this question.
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