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Das Epithel der ventralen Prostata exprimiert hohe Mengen an ERβ (aber keinen ERα). ERα wird im Stroma exprimiert. Daher gibt es neben den indirekten Auswirkungen von Östrogen auf das Epithel, die mediatiert durch ERα berichtet werden, einen direkten östrogenen Einfluss auf das prostatische Epithel, der durch ERβ vermittelt wird. Wir haben berichtet, dass der Verlust von ERβ zu einer epithelialen Hyperzellulärität in der ventralen Prostata führt. In ERβ–/– Mausprostatae gibt es eine Überexpression des Androgenrezeptors und des anti-apoptotischen Faktors Bcl-2 in der Prostata. Bcl-2 ist ein östrogenreguliertes Gen. Es wird normalerweise nur in den Basalzellen der Prostata exprimiert. Diese offensichtliche Expansion der ‚stammzellähnlichen Population‘ in der ERβ–/– Mausprostata wurde weiter untersucht. Wir fanden eine höhere Expression von Zytokeratin 5 in ERβ–/– Mausprostatae, sodass das Verhältnis von Zytokeratin 5 zu dem von 19 in ERβ–/– viel höher ist als in wildtypischen Wurfgeschwistern. Darüber hinaus zeigte das Markieren von DNA mit BrdU eine 3,5-fach höhere Proliferationsrate in der ERβ–/– Mausprostata. Trotz dieser klaren Unterschiede entwickelte sich die Ansammlung von Epithelzellen niemals zu hochgradigen PIN-ähnlichen Läsionen. Hyperplastische Herde in ERβ–/– Mäusen zeigen eine Ansammlung von Zellen ohne Anzeichen von Atypie, die niedriggradigem PIN bei Menschen ähneln. Der Grund dafür schien eine hohe Rate der Zellablösung und das anschließende Abfallen in das Lumen bei ERβ–/– Mäusen zu sein. Das Abfallen-Phänomen steht möglicherweise im Zusammenhang mit der Feststellung, dass die Expression des Zelladhesionsmoleküls E-Kadhärin stark reduziert war. Wir schlussfolgern, dass in ERβ–/– Mausprostatae die epithelialen Zellpopulationen mehr Epithelzellen im intermediären Differenzierungsstadium enthalten, die sowohl die Fähigkeit zur Proliferation wie die Basalzellen als auch die Fähigkeit zur Sekretion wie das hochdifferenzierte luminale Epithel besitzen.
Imamov et al. (Thu,) haben diese Frage untersucht.
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