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Obwohl Allianzenforschung im Allgemeinen einen ambidextren Ansatz zwischen Exploration und Nutzung bevorzugt, neigt sie dazu, die Merkmale eines Unternehmens, seine branchenspezifischen Einschränkungen oder das dynamische Netzwerk, in das das Unternehmen eingebettet ist, zu übersehen. Diese Studie untersucht die Ambidextrie-Hypothese und ihre Grenzbedingungen mit einer einzigartigen Forschungsmethode. Wir analysieren nicht nur empirische Daten aus fünf US-Branchen über acht Jahre, sondern erweitern auch theoretische Erkenntnisse auf die Netzwerkebene, indem wir ein Computersimulationsmodell bauen. Sowohl unsere empirischen als auch unsere Simulationsergebnisse zeigen die Kontingenzen der Ambidextrie-Hypothese bei der Bildung von Allianzen. Unsere Ergebnisse zeigen, dass eine ambidextre Bildung von Allianzen großen Unternehmen zugutekommt, während eine fokussierte Bildung entweder explorativer oder ausbeuterischer Allianzen kleinen Unternehmen zugutekommt. In einem unsicheren Umfeld verbessert eine ambidextre Bildung die Unternehmensleistung, ebenso wie eine fokussierte Bildung in einem stabilen Umfeld. Schließlich zeigt das Simulationsmodell, dass die Zentralität eines Unternehmens und die Positionen von strukturellen Löchern in Netzwerkbeziehungen die Beziehungen zwischen den Wahlmöglichkeiten der Allianzbildung und der Unternehmensleistung moderieren können und dass die Ambidextrie-Hypothese auf die frühere Phase des Netzwerks beschränkt sein könnte. Unsere Studie liefert kritische Beweise für die Tragfähigkeit der Annahme einer dynamischen Netzwerkperspektive zum Verständnis der Ambidextrie-Hypothese und zur Weiterentwicklung der Forschung zu strategischen Allianzen über statische und dyadische Ebenen hinaus.
Lin et al. (Mon,) untersuchten diese Frage.