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Seit 2012 hat eine Flut von Ideen und Vorschlägen zur Gestaltung und Auswahl der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) eingesetzt. Dieser Artikel betrachtet einige davon und versucht zu verstehen, welche Art von „Grenzarbeit“ hier zwischen Wissenschaft und Politik geleistet wird. Ausgehend von einer Reflexion über die epistemologischen und praktischen Implikationen des „Diskutierens von SDGs“ richtet sich der Artikel hauptsächlich an Wissenschaftler, aber auch an Entscheidungsträger und Aktivisten, die am Post-2015-Debatte interessiert sind. In praktischer Hinsicht für die Auswahl von SDGs spricht sich das Argument für eine selbstreflektive „Politizierung der Wissenschaft“ aus; d.h. gegen Ansprüche auf umfassende wissenschaftliche Breite der SDGs und für eine „exemplarische“ Auswahl von Themenbereichen und Zielen, die Aspekte von (i) politischen Chancen und (ii) gesellschaftlicher Sichtbarkeit kombinieren würden. Diese Kriterien werden in den Vorschlägen, die der Artikel betrachtet, nur sehr teilweise erfüllt. Durch die Anwendung dieser Kriterien betont der Artikel die politische Bedeutung, das subnationale Niveau direkt über die SDGs anzusprechen, und plädiert somit für ein SDG für Städte. Ein solches SDG sollte nach derselben Logik eher fokussiert und exemplarisch als umfassend sein. Die kürzlich verwendete Formel „resiliente, inklusive und verbundene Städte“ wird als nützlich angesehen, wenn sie von greifbaren und kommunizierbaren Indikatoren begleitet wird.
Manuel Rivera (Do,) hat diese Frage untersucht.
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