Das vorgeschlagene aktive Inferenzmodell bietet eine rechnerische Grundlage für das Verständnis des Entstehens, der Ausdrucks und der Verhaltenswirkungen des Optimismusbias und legt die Grundlagen für zukünftige Interventionen zur psychischen Gesundheit.
Der Optimismusbias ist ein kognitiver Bias, bei dem Individuen die Wahrscheinlichkeit positiver Ergebnisse überschätzen und die Wahrscheinlichkeit negativer Ergebnisse unterschätzen. In Zusammenhang mit einer verbesserten Lebensqualität wird der Optimismusbias als adaptiv betrachtet und ist ein vielversprechender Forschungspfad für Interventionen zur psychischen Gesundheit in Situationen, in denen Individuen an Optimismus mangeln, wie bei einer majoren depressiven Störung. Hier legen wir die Grundlagen für zukünftige Forschungen zu Optimismus als Intervention, indem wir ein domänenübergreifendes formales Modell des Optimismusbias einführen, das in unterschiedlichen Aufgabenstellungen angewendet werden kann. Im Rahmen des aktiven Inferenzmodells schlagen wir ein Modell des Optimismusbias als hochpräzise Wahrscheinlichkeit vor, die auf positive Ergebnisse ausgerichtet ist. Zunächst simulieren wir, wie Optimismus während der Entwicklung durch die Exposition gegenüber negativen Ereignissen verloren gehen kann. Danach untermauern wir unser Modell mit der empirischen Literatur, indem wir zeigen, wie die entwicklungsbedingt erworbenen Unterschiede im Optimismus in einer Glaubensaktualisierungsaufgabe zum Ausdruck kommen, die typischerweise zur Bewertung des Optimismusbias verwendet wird. Schließlich zeigen wir, wie Optimismus das Handeln in einer modifizierten Zwei-Arme-Banditen-Aufgabe beeinflusst. Unser Modell und die Simulationen, die es bietet, liefern eine rechnerische Grundlage für das Verständnis, wie der Optimismusbias entstehen kann, wie er in Standardaufgaben zum Auswerten von Optimismus ausgedrückt wird und wie er das Entscheidungsverhalten und die Handlungen der Akteure beeinflusst; in Kombination bietet dies eine Grundlage für zukünftige Forschungen zu Optimismus als Intervention zur psychischen Gesundheit.
Fisher et al. (Wed,) untersuchten diese Frage.
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