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Das ViSC-Programm ist das erste evidenzbasierte Anti-Mobbing-Programm, das in der Türkei umgesetzt wurde. Ein quasi-experimentelles longitudinales Kontrollgruppendesign, das sechs Schulen und 26 Klassen umfasste, wurde durchgeführt, um die Wirksamkeit des Programms in Bezug auf verschiedene Formen der Täterschaft und Viktimisierung zu untersuchen. Die Wirksamkeit von zwei Dosierungen der Interventionen – auf Schul- und Klassenebene gegenüber nur auf Schulebene – wurde untersucht. Insgesamt nahmen 642 Schüler der 5. Klasse (227 auf Schul- und Klassenebene, 201 auf Schulebene, 214 in der Kontrollgruppe, 49 % Mädchen, M Alter = 10,06) teil. Multilevel-Wachstumsmodelle zeigten Basiseffekte, die darauf hindeuteten, dass die beiden Interventionsgruppen zu Beginn niedrigere Werte für Täterschaft und Viktimisierung hatten als die Kontrollgruppe. Täterschaft und Viktimisierung nahmen in den beiden Interventionsgruppen im Vergleich zur Kontrollgruppe zwischen Vor- und Nachtest zu, verringerten sich jedoch zwischen Nachtest und Nachuntersuchung, was einen Sensibilisierungseffekt des Programms anzeigt. Die Ergebnisse sind sowohl für die Interventionsforschung als auch für die Sozialpolitik in der Türkei von Bedeutung.
Doğan et al. (Thu,) untersuchten diese Frage.
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