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In einer multizentrischen, doppelblinden, parallel gruppierten Studie wurde die Wirksamkeit von Risperidon (RIS) mit einer Kombination aus Haloperidol und Amitriptylin (HAL/AMI) über einen Zeitraum von 6 Wochen bei Patienten mit gleichzeitig bestehenden psychotischen und depressiven Symptomen bei entweder einer schizoaffektiven Störung, depressiver Art, einer schweren Depression mit psychotischen Merkmalen oder einer nicht-residualen Schizophrenie mit schweren depressiven Symptomen gemäß DSM-III-R-Kriterien verglichen. Insgesamt wurden 123 Patienten (62 RIS; 61 HAL/AMI) eingeschlossen; die mittlere Tagesdosis am Studienende betrug 6,9 mg RIS gegenüber 9 mg HAL kombiniert mit 180 mg AMI. Die Wirksamkeitsergebnisse für die 98 Patienten (47 RIS; 51 HAL/AMI), die mindestens 3 Wochen lang doppelblind behandelt wurden, zeigten in beiden Behandlungsgruppen große Reduktionen in der aus der Positive and Negative Syndrome Scale abgeleiteten Brief Psychiatric Rating Scale (RIS 37%; HAL/AMI 51%) und den Gesamtscores der Bech-Rafaelsen Melancholia Scale (RIS 51%; HAL/AMI 70%). Die Reduktionen in der Brief Psychiatric Rating Scale und den Scores der Bech-Rafaelsen Melancholia Scale in der Gesamtgruppe waren im HAL/AMI-Gruppe signifikant größer als in der RIS-Gruppe (p < 0.01), hauptsächlich aufgrund signifikanter Unterschiede in der Subgruppe der Patienten mit Depressionen und psychotischen Merkmalen, während Behandlungsunterschiede in den anderen diagnostischen Subgruppen nicht signifikant waren. Die Inzidenz extrapyramidaler Nebenwirkungen, bewertet mit der Extrapyramidal Symptom Rating Scale, war unter RIS (37%) leicht höher als unter HAL/AMI (31%). Unerwünschte Ereignisse wurden von 66% der RIS- und 75% der HAL/AMI-Patienten berichtet. Die Ergebnisse dieser Studie deuten darauf hin, dass der therapeutische Effekt von HAL/AMI in der Gesamtgruppe der Patienten mit kombinierten psychotischen und depressiven Symptomen überlegen ist. Subgruppendifferenzen müssen jedoch berücksichtigt werden.
Müller-Siecheneder et al. (Wed,) haben diese Frage untersucht.
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