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HINTERGRUND: Die Prinzipien der informierten Einwilligung, Vertraulichkeit und Privatsphäre werden während der Patientenversorgung in Entwicklungsländern oft vernachlässigt. Wir haben den Grad untersucht, in dem Ärzte in Lahore während ambulanter Konsultationen diese Prinzipien einhalten. MATERIAL & METHODEN: Die Studie wurde in den medizinischen Ambulanzabteilungen (OPDs) zweier Tertiärkliniken (einem öffentlichen und einem privaten Krankenhaus) in Lahore durchgeführt, die mithilfe einer Mehrstichprobenziehung ausgewählt wurden. 93 Patienten wurden aus jedem Krankenhaus ausgewählt. Die Einhaltung der Prinzipien der informierten Einwilligung, Datenschutz und Vertraulichkeit durch die Ärzte wurde durch eine Analyse des Patientenflusses durchgeführt, die von geschultem Personal durchgeführt wurde. Die allgemeine Wahrnehmung der Patienten bezüglich dieser Praktiken wurde ebenfalls erfasst und mit der Einschätzung unserer Datensammler verglichen. ERGEBNISSE: Ein gewisses Maß an informierter Einwilligung wurde nur von 9,7 % der Patienten im öffentlichen Krankenhaus und von 47,8 % im privaten Krankenhaus eingeholt. 81,4 % der Patienten im öffentlichen Krankenhaus und 88,4 % im privaten Krankenhaus wurden mindestens in gewissem Maße Privatsphäre gewährt. Vollständige Informationsvertraulichkeit wurde nur in 10,8 % bzw. 35,5 % der Fälle in öffentlichen und privaten Krankenhäusern gewahrt. Informierte Einwilligung und Vertraulichkeit wurden im privaten Krankenhaus besser praktiziert als im öffentlichen Krankenhaus (zwei-Stichproben t-Test > 2, p-Wert < 0,05). Es gab eine deutliche Diskrepanz zwischen der Perspektive der Patienten zu diesen ethischen Praktiken und der Einschätzung unserer geschulten Datensammler. SCHLUSSFOLGERUNG: Die Beachtung medizinischer Ethik ist in den Krankenhäusern von Lahore unzureichend. Ärzte sollten eine formale Ausbildung in medizinischer Ethik erhalten, und es bedarf nationaler Gesetze zur medizinischen Ethik. Die Patienten sollten über ihre Rechte bezüglich medizinischer Ethik informiert werden.
Humayun et al. (Thu,) haben diese Frage untersucht.
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