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Die Erklärung und Messung von Meinungsführung bleibt ein wichtiges theoretisches Thema, da persönlicher Einfluss und zwischenmenschliche Diskussion allgemein als prägend für die öffentliche Meinung und das politische Verhalten anerkannt werden. Das Konzept der Meinungsführung entstand jedoch aus empirischer Forschung, die hauptsächlich in den USA durchgeführt wurde. Ob es auf andere nationale Kontexte angewendet werden kann, bleibt noch vollständig zu erörtern. Darüber hinaus scheinen die medienbezogenen Informationssuche-Verhaltensweisen von Meinungsführern, wie Zeitungsnutzung oder Fernsehkonsum, kulturell bedingt zu sein, basierend auf der spärlichen länderübergreifenden Forschung bis dato. Dieses Papier untersucht die ökologische und konstruktive Validität des Engagementmodells der Meinungsführung, das in den USA entwickelt wurde. Mithilfe der European Social Survey wende ich dieses Modell auf fünfzehn europäische Nationen an, um seine Gültigkeit zu bewerten und zu erforschen, wie sich die medienbezogenen Informationssuche-Verhaltensweisen von Meinungsführern in verschiedenen nationalen Kontexten unterscheiden können. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass das Modell in westeuropäischen Nationen am gültigsten sein könnte. Darüber hinaus variieren die Mediennutzung und Verhaltensweisen von Meinungsführern erheblich zwischen den Nationen in Europa, während die Ebenen der zwischenmenschlichen politischen Diskussion und spezifische individuelle sozialpsychologische Merkmale dies nicht tun.
Erik C. Nisbet (Fr,) hat diese Frage untersucht.