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ZIELE: Studien versäumen es oft, die kausale Beziehung zwischen Ehrenamt und Wohlbefinden angemessen zu testen. Dennoch haben die Medien und empirische Forschung Aufmerksamkeit auf die Auswirkungen des Ehrenamts auf das Wohlbefinden älterer Menschen gerichtet. Diese Studie behandelt zwei Fragen: Erstens, verbessert das Ehrenamt das psychologische und körperliche Wohlbefinden älterer Menschen? Zweitens, erfahren ältere Ehrenamtliche andere Vorteile als jüngere Erwachsene? METHODEN: Mithilfe bundesweit repräsentativer Paneldaten habe ich die langfristigen Auswirkungen des Ehrenamts auf die Lebenszufriedenheit und das wahrgenommene Gesundheitsgefühl von Personen im Alter von 60 Jahren und älter bewertet. Anschließend verglich ich die Ergebnisse der Regressionsanalyse mit kleinsten Quadraten für Senioren mit denen für jüngere Erwachsene. ERGEBNISSE: Ich stellte fest, dass ältere Ehrenamtliche über die Zeit größere Steigerungen der Lebenszufriedenheit aufgrund ihrer Ehrenamtsstunden erfuhren als jüngere Ehrenamtliche, insbesondere bei hohen Ehrenamtsraten. Ältere Erwachsene erlebten größere positive Veränderungen in ihrer wahrgenommenen Gesundheit als jüngere Ehrenamtliche. DISKUSSION: Die Art der ehrenamtlichen Tätigkeit, an der ältere und jüngere Erwachsene teilnehmen, könnte ein Teil der Gründe für diese unterschiedlichen Effekte sein. Doch der Kontext, in dem ältere und jüngere Erwachsene ehrenamtlich tätig sind, sowie die Bedeutung ihres Engagements sind wahrscheinlichere Erklärungen. Forscher sollten das Engagement im Ehrenamt bei der Untersuchung der Auswirkungen des Ehrenamts auf das Wohlbefinden berücksichtigen, nicht nur die Rolle des Ehrenamts.
Marieke Van Willigen (Fr,) hat diese Frage untersucht.