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Medienkonsumenten fehlt oft die Motivation, die Zeit oder die kognitive Kapazität, um Inhalte auf eine bewusste Weise auszuwählen; stattdessen greifen sie auf mentale Abkürzungen zurück. Marken sind in diesem Zusammenhang wichtig, weil sie die Entscheidungsfindung vereinfachen. In der vorliegenden Studie untersuchten wir, ob Einstellungen zu Nachrichtenmarken die Nachrichtenwahl vorhersagen. Es ist wichtig, dass wir Einstellungen auf zwei verschiedene Ebenen konzeptualisieren: Während explizite Einstellungen als offen geäußerte, mehr oder weniger bewusste Bewertungen definiert sind, werden implizite Einstellungen als automatisch aktivierte, intuitive Bewertungen definiert. Der ergänzende Einsatz von impliziten Einstellungen steht im Einklang mit aktuellen Theorien, die betonen, dass tief verwurzelte und manchmal sogar unbewusste Bewertungen die Medienwahl beeinflussen. In einer webbasierten Studie fanden wir heraus, dass implizite und explizite Einstellungen zu Fernsehmarken die Wahl vorhersagten. Jede Einstellungsdimension sagte eine Varianz vorher, die über die von der anderen vorausgesagte hinausging. Wir erörtern die Implikationen, indem wir die Rolle der automatischen, intuitiven Entscheidungsfindung in heutigen Media-Umgebungen mit hoher Wahlfreiheit betonen.
Arendt et al. (Mon,) untersuchten diese Frage.