Key points are not available for this paper at this time.
Dieses Papier untersucht, wie leitende männliche Ingenieursdozenten an einer schwedischen technischen Universität, die Geschlechterwissen in die Ingenieur-Lehrveranstaltungen eingeführt haben, dieses Wissen im Verhältnis zum Ingenieurwissen positionieren und was solche Positionierungen für Veränderungsbemühungen bedeuten. Basierend auf der Positionierungstheorie und Interviews mit Programmleitern und Kurskoordinatoren – die weder feministische Wissenschaftler sind noch formal verpflichtet sind, sich mit Geschlechterwissen auseinanderzusetzen – identifizieren wir zwei konkurrierende Diskurse, die ihre Positionierungen prägen. Der eine konstruiert Geschlechterwissen als getrennt vom Ingenieurwissen und rahmt es als nicht-technisch und ideologisch. Der andere integriert Geschlechterwissen und betrachtet es als praktisch oder transformativ. Unser zentrales Ergebnis ist, dass Ambivalenz das Engagement dieser Männer kennzeichnet. Anstatt mangelndes Bewusstsein oder Widerstand anzuzeigen, spiegelt Ambivalenz produktive Spannungen wider, die tieferes Engagement einschränken, aber auch das fördern, was als Wissensneugier, Reflexion und Möglichkeiten für inkrementelle Veränderungen bezeichnet wird. Diese Studie fördert die Forschung zu Geschlecht und Ingenieurausbildung, indem sie aufzeigt, wie Ambivalenz als produktiver, aber instabiler Modus des Engagements mit umstrittenem Wissen in androzentristischen akademischen Kulturen wirkt.
Blomstrand et al. (Mittwoch) haben diese Frage untersucht.