In diesem Artikel untersuchen wir einige Einschränkungen der traditionellen multikulturellen Ansätze in der Musikausbildung und schlagen Polykulturalismus als ein dynamischeres und pädagogisch fundiertes Rahmenkonzept vor. Die Gastautorin Tanatchaya Chanphanitpornkit und ich vertreten die Ansicht, dass das Musiklernen nicht auf discrete kulturelle Traditionen beschränkt ist, sondern durch laufende Prozesse der Interaktion und Mitkonstruktion entsteht. Wir geben Beispiele dafür, wie Musikgemeinschaften über bloße Repräsentation hinaus zu relationalen, prozessorientierten Praktiken übergehen können, die die gelebten Erfahrungen, hybriden Identitäten und vielfältigen Wissensweisen der Schüler ins Zentrum rücken. Aus dieser Perspektive wird polykulturelle Musikausbildung als eine Verschiebung von Inklusion als Darstellung hin zu Teilnahme als Bedeutungsfindung präsentiert, wobei die Schüler aktiv das musikalische Verständnis innerhalb vielfältiger und miteinander verbundener Gemeinschaften gestalten.
Weatherly et al. (Fri,) haben diese Frage untersucht.