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HINTERGRUND: Die nicht verletzte, kontralaterale Hemisphäre wird zunehmend im Heilungsprozess nach einem akuten ischämischen Schlaganfall anerkannt. Wir schätzten den Wert konventioneller Elektroenzephalographie (EEG) Aufzeichnungen zur Identifizierung der Beteiligung der kontralateralen Hemisphäre in Bezug auf die funktionelle Erholung. METHODEN: Wir analysierten 2-minütige Epochen von 21 Elektroden-EEG-Registrierungen von 18 Patienten mit akutem hemisphärischem ischämischem Schlaganfall und verglichen diese mit 18 altersangepassten Kontrollen. Das Ergebnis wurde dichotomisiert in gut (modifizierte Rankin-Skala mRS 0-2) oder schlecht (mRS 3-5 oder Tod) nach 3 Monaten. Die Effekte des Infarkts auf die ipsi- und kontralateralen Hemisphären wurden durch das Delta/Alpha-Verhältnis (DAR) und 2 Maße der funktionellen Konnektivität (quadratische Kohärenz MSC und gewichteter Phasenverzögerungsindex WPLI) analysiert. ERGEBNISSE: DAR war bei Patienten höher als bei Kontrollen, sowohl in der ipsilateralen als auch in der kontralateralen Hemisphäre (Median 4,5 ± 6,7 ipsilateral und 2,4 ± 2,0 kontralateral vs. 0,5 ± 0,5 in der Kontrollgruppe, p < 0,001), was auf robuste EEG-Veränderungen in beiden Hemisphären hinweist. MSC und WPLI in den Alpha- und Beta-Frequenzbändern waren bei Patienten niedriger als bei Kontrollen in beiden Hemisphären, was auf deutliche Störungen der funktionellen Konnektivität hinweist (p < 0,05). In der Gruppe mit schlechtem Ergebnis waren die kontralateralen MSC und WPLI niedriger als in der Gruppe mit gutem Ergebnis, obwohl diese Unterschiede nicht statistisch signifikant waren. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Kurze konventionelle EEG-Messungen zeigen robuste Veränderungen der Gehirnaktivität und der funktionellen Konnektivität in beiden Hemisphären bei Patienten mit akutem ischämischem Schlaganfall. Veränderungen der entfernten funktionellen Konnektivität scheinen mit der funktionellen Genesung zu interagieren. Zukünftige Studien sollten prädiktive Werte für einzelne Patienten und Wechselwirkungen mit die Plastizität fördernden Behandlungen schätzen.
Kaam et al. (Mon,) untersuchten diese Frage.