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Der Artikel verfolgt die laufende Transformation der Genomwissenschaft in eine Industrie – die der systematischen Extraktion, Abstraktion und Manipulation von genetischem Material gewidmet ist – und betrachtet die neuen Arten der ozeanischen Erkundung, die die genomische Forschung sowohl voraussetzt als auch fördert. Wir argumentieren, dass neu auftretende Praktiken der Ozeanbioprospektion neue Denk-, Lebens- und Ausbeutungsweisen mariner Ökosysteme als «genomische Minen» entfachen. Wir skizzieren die jüngere Geschichte der genomischen Bioprospektionsoperationen im globalen Ozean – mit Fokus auf die Sorcerer II-Expedition (2004-2006) und das Tara Oceans-Projekt (2009-2013) – und berichten über den Aufstieg des «Ozean-Genoms» als Objekt des Wissens und Ziel extraktivistischer Praktiken. Schließlich theoretisieren wir die eigentümliche globale Mobilität von Bioprospektionsschiffen als Praktik der sozialen Konstruktion des Ozeans: eine eigenartige Form wissenschaftlicher Navigation, die bereits neue soziale Nutzungen der marinen Biodiversität, neue Strategien der Kapitalakkumulation sowie innovative Darstellungen von Ozeanökosystemen hervorbringt.
Policante et al. (Sun,) untersuchten diese Frage.
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