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Die gewöhnliche Fruchtfliege, Drosophila, ist seit langem eines der produktivsten Labor tiere. Von 1910 bis 1940 war das Zentrum der Drosophila-Kultur in Amerika die Schule von Thomas Hunt Morgan und seinen Schülern, Alfred Sturtevant und Calvin Bridges. Sie schufen zuerst Standardfliegen durch Inzucht und organisierten ein Netzwerk zum Austausch von Fliegenstämmen, das ihre Praktiken weltweit verbreitete. In "Die Herren der Fliegen" argumentiert Robert E. Kohler, dass Fliegenlabore eine besondere Art ökologischer Nische sind, in der die wilde Fruchtfliege in ein künstliches Tier mit einer charakteristischen Naturgeschichte verwandelt wird. Er zeigt, dass die Fliege im Wesentlichen ein Laborwerkzeug war, dessen überraschende Produktivität viele neue Linien der Genforschung eröffnete. Kohler untersucht auch die moralische Ökonomie der Drosophilisten: die Regeln zur Regulierung des Zugangs zu Forschungswerkzeugen, zur Verteilung von Anerkennung für Errungenschaften und zur Übertragung der Autorität von einer Generation von Wissenschaftlern zur nächsten. Durch die genaue Betrachtung der Kultur und Bräuche der Drosophilisten enthüllt Kohler wesentliche Merkmale, wie experimentelle Wissenschaftler ihre Arbeit verrichten.
Eine Tue-Studie untersuchte diese Frage.