Korrelieren kardiovaskuläre Risiken mit veränderter zerebraler Blutflussgeschwindigkeit bei gesunden mittelalten Erwachsenen?
Ein höheres kardiovaskuläres Risiko ist mit unterschiedlichen Auswirkungen auf den zerebralen Blutfluss verbunden, insbesondere höherer pulsatile und niedrigerer mittlerer Flussgeschwindigkeit, was zur kognitiven Beeinträchtigung beitragen kann.
HINTERGRUND UND ZWECK: Das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sagt kognitiven Verfall voraus, obwohl die Mechanismen, die diese Assoziation unterstützen, unklar bleiben. Ein zunehmendes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen kann den zerebralen Blutfluss beeinträchtigen, was zu zerebrovaskulärem Schaden, kognitivem Verfall und Demenz führen kann. METHODEN: Diese Studie untersuchte die Assoziation zwischen dem allgemeinen kardiovaskulären Risikoprofil von Framingham und der zerebralen Blutflussgeschwindigkeit bei 160 gesunden mittelalten Erwachsenen. Die Blutflussgeschwindigkeit wurde sowohl in der gemeinsamen Halsschlagader als auch in der mittleren Hirnarterie mittels Doppler bewertet. ERGEBNISSE: In adjustierten linearen Regressionsmodellen sagte das kardiovaskuläre Risiko eine höhere pulsatile (gemeinsame Halsschlagader β=0.56, ΔR(2)=0.19, P<0.001; mittlere Hirnarterie β=0.40, ΔR(2)=0.09, P<0.001) und eine niedrigere mittlere Flussgeschwindigkeit voraus (gemeinsame Halsschlagader β=-0.49, ΔR(2)=0.14, P<0.001; mittlere Hirnarterie β=-0.27, ΔR(2)=0.04, P<0.05). Das kardiovaskuläre Risiko sagte die mittlere und pulsatile Flussgeschwindigkeit der gemeinsamen Halsschlagader über die Effekte von Alter (ΔR(2)=0.11-0.19, P<0.001) und Geschlecht (ΔR(2)=0.03-0.03, P<0.05) hinaus voraus. Im Gegensatz dazu blieb das kardiovaskuläre Risiko ein signifikanter Prädiktor der pulsatile Flussgeschwindigkeit in der mittleren Hirnarterie, nicht jedoch der mittleren Flussgeschwindigkeit, wenn man das Alter (ΔR(2)=0.05, P<0.05) und Geschlecht (ΔR(2)=0.06, P<0.01) kontrollierte. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Das kardiovaskuläre Risiko hat unterschiedliche Effekte auf die mittlere und pulsatile Blutflussgeschwindigkeit, die jeweils unabhängig zur zerebralen Pathologie und kognitiven Beeinträchtigungen beitragen können.
Pase et al. (Freitag) untersuchten diese Frage.