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Aktuelle Belastungstheorien argumentieren, dass Delinquenz aus der Blockierung zielgerichteten Verhaltens resultiert. Unfähig, geschätzte Ziele zu erreichen, werden Individuen frustriert und können als Folge davon delinquent werden. Dieses Papier weist auf eine weitere wichtige Quelle von Frustration und Delinquenz hin, die Blockierung des schmerzvermeidenden Verhaltens. Jugendliche sind gezwungen, sich in bestimmten Umgebungen wie Familie und Schule aufzuhalten. Wenn diese Umgebungen schmerzhaft oder aversiv sind, gibt es wenig, was Jugendliche rechtlich tun können, um zu entkommen. Diese Blockierung des schmerzvermeidenden Verhaltens könnte frustrierend sein und zu illegalen Fluchtversuchen oder wutbasierten Delinquenz führen. Diese Theorie wird anhand von Daten aus einer nationalen Stichprobe von jugendlichen Jungen getestet. Die Daten zeigen, dass die Lage in aversiven Schul- und Familienumgebungen einen direkten Einfluss auf die Delinquenz und einen indirekten Einfluss über Wut hat. Diese Effekte bestehen auch nach Kontrolle von Variablen der sozialen Kontrolle und subkulturellen Abweichung. Angesichts der schwachen Unterstützung traditioneller Belastungstheorien, die auf der Blockierung zielgerichteten Verhaltens basieren, deuten diese Daten auf eine neue Richtung für die Entwicklung der Belastungstheorie hin.
Robert Agnew (Sun,) untersuchte diese Frage.
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