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Die Hälfte aller Krebspatienten hat eine psychiatrische Störung, meistens eine Anpassungsstörung mit Depression. Angst vor Krankheiten, wie Krebs, führt häufig zu einer Verzögerung der Diagnose, was geschätzt die langfristigen Überlebenschancen bei Krebs um 10% bis 20% reduzieren kann. Obwohl frühere Studien zeigten, dass depressive Personen ein höheres Risiko für die Inzidenz von Krebs hatten, konnten spätere Studien diese prädiktive Beziehung nicht bestätigen. Dennoch wurde festgestellt, dass eine effektive psychotherapeutische Behandlung der Depression den Verlauf von Krebs beeinflussen kann. Psychotherapie für medizinisch erkrankte Patienten führt zu verringerter Angst und Depression und oft zu einer Schmerzreduktion. In drei randomisierten Studien führte Psychotherapie zu längerer Überlebenszeit für Patienten mit Brustkrebs (18 Monate), Lymphom und malignem Melanom. Die physiologischen Mechanismen für diese Ergebnisse sind noch nicht bestimmt, aber vier grundlegende Möglichkeiten für psychotherapeutische Effekte auf physiologische Veränderungen umfassen gesundheitsförderndes Verhalten, Inanspruchnahme von Gesundheitsdiensten, hormonelles Umfeld und Immunfunktion. Somit führt eine effektive Behandlung der Depression bei Krebspatienten zu besserer Anpassung der Patienten, reduzierten Symptomen, geringeren Behandlungskosten und kann den Krankheitsverlauf beeinflussen. Die Behandlung der Depression bei diesen Patienten kann als Teil der medizinischen sowie der psychiatrischen Behandlung angesehen werden.
David Spiegel (Sat,) untersuchte diese Frage.
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