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ZIEL: Frühere Arbeiten haben gezeigt, dass das indocyanin-grün (ICG)-gestützte Abziehen der inneren Begrenzungsmembran (ILM) retinalen Schaden verursachen kann. In dieser Studie wurde ein toxischer und ein photodynamischer Effekt von ICG an der vitreo-retinalen Grenzfläche angenommen. METHODEN: Zehn menschliche Spenderaugen wurden halbiert, und 0,05 mL einer 0,05%igen ICG-Lösung wurde über die trephinierten Makula in acht Augen gegossen. Nach 1 Minute wurde der Farbstoff durch Spülung abgelassen. Die Makula in jeweils zwei Augen wurde 3 Minuten lang mit Wellenlängen von 380 bis 760, 380 bis 620 oder 620 bis 760 nm beleuchtet. Zwei Augen wurden nur mit ICG behandelt, und zwei Augen wurden nur beleuchtet. Retinale Proben aus der Makula und der unbehandelten Retina wurden für Licht- und Elektronenmikroskopie aufbereitet. Die Bestrahlung der Lichtquelle und die Absorptionseigenschaften von ICG wurden gemessen. ERGEBNISSE: Die Exposition der ICG-getränkten ILM gegenüber Wellenlängen über 620 nm führte zu schweren Schäden an der inneren Retina, einschließlich Verlust der ILM, zellulärer Unordnung und Fragmentierung des Zytoplasmas. ICG-Färbung allein oder in Kombination mit Wellenlängen von 380 bis 620 nm wies auf einen Ruptur von Müller-Zellen mit Ablösung der ILM hin, jedoch keine andere zelluläre Unordnung. Augen, die nur der Beleuchtung ausgesetzt waren, zeigten keine Auffälligkeiten. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die spektralen Absorptionseigenschaften von ICG können für einen möglichen photodynamischen Effekt von ICG an der vitreo-retinalen Grenzfläche verantwortlich sein. ICG allein induziert die Ablösung der ILM und die Störung von Müller-Zellen, selbst ohne beabsichtigtes Abziehen der Membran. Es wird angenommen, dass die Ansammlung des Farbstoffs an der Vitreomakularen Grenzfläche die Konzentration und Osmolarität von ICG an der Retina über intravitreale Werte und kritische Grenzen hinaus erhöhen kann.
Gandorfer et al. (Mi,) haben diese Frage untersucht.