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Im zwanzigsten Jahrhundert basierte die deutsche Freiraumplanung hauptsächlich auf quantitativen Argumenten. Der jüngste Wandel der Einstellungen und Ideen in der Gesellschaft und im Raum hat zu einer Diskussion über 'Qualität statt Quantität' in der Politik und Landschaftsarchitektur geführt. Dieser Wandel hat jedoch bislang vorwiegend auf konkrete Objekte fokussiert, ohne die veränderte Natur der allgemeinen Zwecke und Konzepte von Freiräumen in einer städtischen Landschaft zu erfassen. Diese grundlegend veränderten Beziehungen sind die Themen der Forschung in den sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Wissenschaften mit Hilfe spezifischer – sogenannter qualitativer – Methoden. Im möglichst umfassenden Spektrum von Perspektivüberlegungen wird das, was untersucht wird, nicht einer induktiven Messung oder deduktiven Ableitung unterzogen, sondern einer 'abduktiven' Interpretation. In diesem Ansatz werden mit Hilfe bestimmter Technologien Unbekannte gesucht und eine neue Struktur von Beziehungen entwickelt. Dabei beeinflusst die qualitative Wissenschaft nicht nur das Verständnis des kulturellen Kontexts, sondern auch, aufgrund ihrer methodologischen Anforderungen, die Ideen hinter der Landschaftsarchitektur. Anhand Berlins wird ein Prozess der qualitativen Freiraumplanung vorgestellt, mit dem zeitgenössische, strukturelle Qualitäten und Zwecke von Freiräumen definiert und kategorisiert werden. Obwohl die Kategorien, die aus diesen qualitativen Methoden stammen, einen engen regionalen Kontext haben, sind die Methoden dieser Untersuchung und ihre Perspektiven auch auf andere Städte anwendbar.
Sören Schöbel (Wed,) hat diese Frage untersucht.