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Die physiologische Aufrechterhaltung einer stabilen Körpertemperatur bei Säugetieren und Vögeln - das Phänomen, das als Homöothermie bezeichnet wird - ist bekanntlich energetisch kostspielig. Die jährlichen Energieanforderungen von frei lebenden Säugetieren und Vögeln werden auf 15-30 Mal höher geschätzt als die von vergleichbar großen ektothermen Wirbeltieren wie Eidechsen. Auch zeitgenössische Menschen nutzen Energie für die Thermoregulation. Sie sind jedoch einzigartig darin, dass sie die thermoregulatorische Kontrolle vom Körper in die bewohnte Umgebung verlagert haben, wobei die meisten Menschen in Städten in Wohnungen leben, die temperiert werden durch Öfen und Klimaanlagen, die von externen Energiequellen betrieben werden. Die energetischen Implikationen dieser Strategie sind noch schlecht definiert. Hier quantifizieren wir vergleichend die Energiekosten in Städten, Wohnungen und individuellen menschlichen Körpern. Die Thermoregulation bleibt ein wesentlicher Treiber des Energieverbrauchs über diese drei Ebenen hinweg, was zu energie- versus umgebungsbedingten Temperaturbeziehungen führt, die in ihrer Form bemerkenswert ähnlich sind. Unglaublich ist, dass trotz der vielen und vielfältigen Nutzungen von netzgebundener Energie in modernen Gesellschaften die Energieanforderungen von sechs nordamerikanischen Städten ebenso temperaturabhängig sind wie die Energieanforderungen isolierter, individueller Homöothermen. Allerdings sind die jährlichen Energiekosten pro Person für exogen betriebene Thermoregulation in Städten und Wohnungen 9-28 Mal höher als die Kosten für endogen, metabolisch bedingte Thermoregulation des menschlichen Körpers. Die Verlagerung des Standorts der thermoregulatorischen Kontrolle vom Körper in die Wohnung erreicht klimaunabhängigen thermischen Komfort. In einer Ära des sich verstärkenden Klimawandels, der durch den Kohlenstoff-Fußabdruck der Menschheit angetrieben wird, müssen wir jedoch die energetische Extravaganz der zeitgenössischen, städtischen Thermoregulation anerkennen, die die Wärmeproduktion über die Wärmespeicherung priorisiert.
Hill et al. (Tue,) haben diese Frage untersucht.