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Die Forschung zum Zweitspracherwerb (SLA), die von der soziokulturellen Theorie (im Folgenden SCT) informiert ist, begann ernsthaft mit der Veröffentlichung des Artikels von Frawley & Lantolf (1985) über L2 (Zweitsprache) Diskurs (beschrieben im Zeitstrahl). Seitdem sind über 300 Zeitschriftenartikel, Buchkapitel und Dissertationen in der Forschungsliteratur erschienen. Obwohl der Begriff ‚soziokulturell‘ oft auf eine Vielzahl von Forschungsansätzen angewendet wird, die versuchen zu verstehen, was es bedeutet, ein Mensch zu sein, beschränken wir in dem vorliegenden Zeitstrahl seine Interpretation auf die spezifische Theorie der psychologischen Entwicklung, die von Vygotsky (1986) vorgeschlagen wurde. Andere Ansätze, die den Begriff appropriiert haben, wie die aus den Schriften von Bakhtin (1981), sind in vielerlei Hinsicht mit der Vygotskianischen Theorie kompatibel, haben jedoch einen anderen Fokus und sind nicht streng genommen psychologische oder psycholinguistische Theorien. Sicherlich verwendete Vygotsky selten den Begriff ‚soziokulturell‘ und bevorzugte stattdessen ‚kulturelle Psychologie‘ oder ‚kulturhistorische Psychologie‘, um auf seine Theorie zu verweisen. Wertsch (1985) wird allgemein zugeschrieben, den Begriff ‚soziokulturell‘ geprägt zu haben, um den Gedanken zu erfassen, dass menschliches mentales Funktionieren aus der Teilnahme an und Aneignung der Formen kultureller Vermittlung resultiert, die in soziale Aktivitäten integriert sind.
Lantolf et al. (Thu,) haben diese Frage untersucht.