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Ziel der vorliegenden Studie war es, eine qualitative und quantitative Synthese der bestehenden Literatur zur Untersuchung der Beziehung zwischen emotionaler Intelligenz und Risiko-Verhalten durchzuführen. Wir führten eine systematische Überprüfung und Meta-Analyse der verfügbaren wissenschaftlichen Evidenz zu beiden Konstrukten durch. Besonderes Augenmerk wurde auf die Identifizierung möglicher Unterschiede in dieser Beziehung in Abhängigkeit von den unterschiedlichen Konzeptualisierungen von EI und dem Risikobereich gelegt. Die Studie wurde gemäß den Cochrane- und PRISMA-Richtlinien durchgeführt. Unsere Ergebnisse zeigten eine signifikante negative Beziehung zwischen EI und gesundheitsbezogenen Risikoverhalten. Diese Beziehung wurde jedoch in anderen Risikobereichen wie Finanzen und Glücksspiel nicht beobachtet. Die Beziehung zwischen EI und Risiko-Verhalten unterschied sich je nach untersucht Risiko-Bereich, was die Vorstellung unterstützt, dass Risiko ein bereichsspezifisches Konstrukt ist. Die Ergebnisse in Bezug auf gesundheitsbezogene Risikoverhalten stimmen mit der bestehenden Literatur über den positiven Einfluss emotionaler Fähigkeiten auf den Gesundheitsbereich überein. Ein umfassenderes Verständnis der emotionalen Mechanismen, die dem Risiko-Verhalten zugrunde liegen, könnte helfen, Handlungsrichtlinien aufzustellen und Programme zur Prävention und Reduzierung der negativen Auswirkungen von Risiko-Verhalten auf unsere Gesellschaft zu verbessern.
Sánchez‐López et al. (Mittwoch) beschäftigten sich mit dieser Fragestellung.