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Bei Ratten hemmt das Glucagon-ähnliche Peptid 1 (GLP-1)(7-36) Amid Neuronen im zentralen Nervensystem, die für die Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme verantwortlich sind. Die GLP-1-induzierte Hemmung der Nahrungsaufnahme könnte den hypothalamischen arcuate nucleus betreffen, während rostrale sensorische circumventriculäre Organe für die hemmende Wirkung von GLP-1 auf die Flüssigkeitsaufnahme verantwortlich sein könnten. Um die Rolle dieser Blut-Hirn-Schranken-freien Bereiche bei der GLP-1-induzierten Hemmung des aufnahmeverhaltens weiter zu untersuchen, wurden neonatale Wistar-Ratten einer Mononatriumglutamat (MSG)-Behandlung unterzogen, die extensive Schäden am arcuate nucleus sowie an Teilen der sensorischen circumventriculären Organe verursacht. Der hemmende Effekt von GLP-1 auf die Nahrungsaufnahme, der durch Nahrungsentzug induziert wurde, wurde bei MSG-geschädigten Ratten vollständig aufgehoben. Dieser Effekt war weder auf einen Verlust der Empfindlichkeit gegenüber anorektischen Wirkstoffen noch auf einen Verlust der Geschmacksaversion zurückzuführen, da MSG-behandelte Tiere normale anorektische Reaktionen auf die zentrale Verabreichung von Corticotropin-Releasing-Faktor und normale aversive Reaktionen auf die periphere Verabreichung von Lithiumchlorid und D-Amfetamin zeigten. Bei nicht geschädigten Ratten wurde die durch Neuropeptid Y (NPY) induzierte Nahrungsaufnahme durch gleichzeitige Verabreichung von GLP-1 signifikant reduziert. Im Gegensatz dazu hatte GLP-1 keinen Einfluss auf die durch NPY induzierte Nahrungsaufnahme bei MSG-geschädigten Ratten, was darauf hindeutet, dass die GLP-1-Rezeptoren, die die Hemmung der Nahrungsaufnahme vermitteln, stromaufwärts von den NPY-sensitiven Neuronen lokalisiert sind, die das Nahrungsverhalten induzieren. Der hemmende Effekt von GLP-1 auf die Flüssigkeitsaufnahme wurde mit einem durch ANG II ausgelösten Trinkparadigma getestet. Die zentrale Verabreichung von GLP-1 hemmte das ANG II-Trinken sowohl bei MSG-behandelten Ratten als auch bei ihren unbehandelten Wurfgeschwistern. Im Gegensatz dazu hemmte die periphere Verabreichung von GLP-1 nicht das durch ANG II induzierte Trinkverhalten bei MSG-behandelten Ratten. Daher ist es offensichtlich, dass zentral wirkendes GLP-1 das Nahrungs- und Trinkverhalten über Neuronen moduliert, die empfindlich auf die MSG-Läsion im arcuate nucleus und in den circumventriculären Organen sind, respektive.
Tang‐Christensen et al. (Wed,) untersuchten diese Frage.