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Zusammenfassung Extrazelluläre Vesikel (EVs) sind vielseitige therapeutische Kandidaten aufgrund ihrer biologischen Rollen in der interzellulären Kommunikation und ihrer Eignung für Bioengineering. Im Vergleich zu lipidbasierten Nanopartikeln (LNPs) können native oder oberflächenmodifizierte EVs günstige immunogene Eigenschaften und Biodistributionsprofile aufweisen. Wenn sie jedoch intravenös (IV) verabreicht werden, werden EVs schnell eliminiert und reichern sich hauptsächlich in der Leber und der Milz an. Mit dem Ziel, die Biodistribution von EVs zu verändern, haben wir EVs so konstruiert, dass sie das menschliche endogene Retrovirus (HERV) Hüllglycoprotein Syncytin-1, ein fusionsfähiges virales Protein, das für die Bildung des Syncytiotrophoblasten während der Schwangerschaft essentiell ist, anzeigen. Hier charakterisieren wir umfassend die konstruierten Syncytin-1+ EVs, untersuchen ihre Interaktionen mit Zellen in vitro und testen die Biodistribution, Immunogenität und Pharmakokinetik ex vivo und in vivo in Nicht-Menschenaffen. IV-verabreichte Syncytin-1+ EVs werden gut vertragen, verbleiben im Blutstrom und haben im Vergleich zu unmodifizierten EVs eine veränderte Organ-Biodistribution, was auf das therapeutische Potenzial von Syncytin-1+ EVs an spezifischen Stellen hinweist.
Troyer et al. (Di.) haben diese Frage untersucht.