This research uncovers archaeological sites from the Bronze and Iron Ages in the Samland region, indicating historical settlement centers.
Zusammenfassung In der Umgebung des ehemaligen Dorfes Medenau (jetzt Logvino, raj. Zelenogradsk) (Abb. 1), im zentralen Teil der Samländischen Halbinsel (heute Kaliningradzkaja obl., RUS) werden mehrere archäologische Fundstellen erwähnt. Leider wurde das Material in der zweiten Hälfte des 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts vermischt und gilt heute nahezu vollständig als verloren. Aus dem Untersuchungsgebiet sind vereinzelte Funde aus der Bronze- oder frühen Eisenzeit bekannt. Darüber hinaus waren zwei Burgwälle – Wallenberg (Fpl. 1) und Eremitage/Stangenschanze (Fpl. 2), in der frühen Eisenzeit in Nutzung, doch wurden nur wenige Funde aus dieser Zeit registriert. Davon zeugen die Materialien der Dollkeim-Kovrovo-Kultur aus der Römischen Kaiserzeit und der Völkerwanderungszeit, die auf mindestens drei Gräberfeldern geborgen wurden, welche in unmittelbarer Nähe zueinander liegen (Abb. 19). Zwei von ihnen befanden sich auf Hügeln – Fpl. 4 (Kuchenberg) und Fpl. 8, während das dritte – Fpl. 5 (Gut Kappingsberg) – in der Nähe eines Hügels (Kappingsberg) lag. Im Gebiet um Medenau ist sehr viel mehr Material mit der frühmittelalterlichen prussischen Besiedlung verbunden als mit der Dollkeim-Kovrovo-Kultur der Römischen Kaiserzeit und der Völkerwanderungszeit (Abb. 20). Der westliche Teil des Untersuchungsgebietes zeigt eine Häufung von Fundplätzen aus dieser Zeit. Sie bezeugen, dass hier im 11. bis 13. und im 14. Jahrhundert eines der prussischen Besiedlungszentren existiert haben dürfte. Es gab einen großen Burgwall (Wallenberg – Fpl. 1), auf dessen Gelände nach der Besiegung der Prussen eine Bischofsburg errichtet wurde. Nicht weit entfernt in südöstlicher Richtung befand sich die etwas kleinere Eremitage/Stangenschanze (Fpl. 2), wo sich wahrscheinlich auch ein Gräberfeld befand. Östlich davon lag ein weiteres prussisches Gräberfeld (Fpl. 9). Die zweite Konzentration frühmittelalterlicher Fundplätze befand sich etwa 3 km weiter westlich in der Nähe der Nelma. Ein prussisches Gräberfeld ist vom Kappingsberg (Fpl. 7) bezeugt, möglicherweise befand sich hier auch ein Burgwall, was jedoch nicht hinreichend nachgewiesen werden kann. Nördlich des Hügels befand sich das prussische Gräberfeld Gut Kappingsberg (Fpl. 5), das bereits in der Römischer Kaiserzeit von der Dollkeim-Kovrovo-Kultur genutzt wurde. In der Nähe von Medenau fand 1255 die Schlacht des von König Přemysl Ottokar II von Böhmen geführten Kreuzfahrerheeres gegen die Prussen statt. Der Ort der berühmten Schlacht von Medenow, die in der Chronik von Peter von Dusburg beschrieben wird, ist bisher nicht lokalisiert. Meiner Meinung nach sind zwei Orte möglich: Einer davon ist der Kappingsberg (Abb. 20 – Nr. 7), der andere mögliche Ort eine Stelle am See, auf halbem Weg zwischen Medenau und Mossehnen (Abb. 20 – Nr. 10).
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Agata Chilińska-Früboes (2026) studied this question.
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