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HINTERGRUND: In einem Begleitartikel beschrieben wir die Entwicklung und Evaluierung von Software, die zur Remediation von Dyskalkulie entwickelt wurde. Diese Software basiert auf der Hypothese, dass Dyskalkulie auf einem "Kerndefizit" im Zahlensinn oder dessen Zugang über symbolische Informationen beruht. Hier überprüfen wir die Evidenz für diese Hypothese und präsentieren Ergebnisse aus einem initialen offenen Test der Software an einer Stichprobe von neun 7-9-jährigen Kindern mit mathematischen Schwierigkeiten. METHODEN: Kinder absolvierten adaptives Training zur numerischen Vergleich an einer halben Stunde pro Tag, vier Tage die Woche über einen Zeitraum von fünf Wochen. Sie wurden vor und nach der Intervention in ihrer Leistung bei grundlegenden numerischen Aufgaben getestet: Zählen, Transkodierung, Basis-10-Verständnis, Aufzählung, Addition, Subtraktion sowie symbolischen und nicht-symbolischen numerischen Vergleich. ERGEBNISSE: Kinder zeigten spezifische Leistungssteigerungen bei grundlegenden Zahlensinnaufgaben. Die Geschwindigkeit des Subitizing und des numerischen Vergleichs erhöhte sich um mehrere hundert ms. Die Genauigkeit bei der Subtraktion stieg im Durchschnitt um 23 %. Die Leistung bei Aufgaben zur Addition und zum Basis-10-Verständnis verbesserte sich im Verlauf der Studie jedoch nicht. FAZIT: Die initiale offene Testung zeigte vielversprechende Ergebnisse und deutete darauf hin, dass die Software erfolgreich war, den Zahlensinn über den kurzen Zeitraum der Studie zu erhöhen. Diese Ergebnisse müssen jedoch mit größeren, kontrollierten Studien nachverfolgt werden. Die Fragen des Transfers zu höheren Aufgaben und des besten Entwicklungszeitraums für Interventionen müssen ebenfalls angesprochen werden.
Wilson et al. (2006) untersuchten diese Frage.