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KONTEXT: Klinische Studien zu Omega-3-Polyunsaturated Fettsäuren (PUFAs) haben eine Reduktion plötzlicher Herztode gezeigt, was darauf hindeutet, dass Omega-3-PUFAs antiarrhythmische Effekte haben könnten. ZIEL: Festzustellen, ob Omega-3-PUFAs vorteilhafte antiarrhythmische Effekte bei Patienten mit einer Vorgeschichte von anhaltender ventrikulärer Tachykardie (VT) oder ventrikulärer Fibrillation (VF) haben. DESIGN UND EINSTELLUNG: Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie, die an 6 US-Medizinzentrums durchgeführt wurde, mit Einschreibung von Februar 1999 bis Januar 2003. PATIENTEN: Zweihundert Patienten mit einem implantierbaren Kardioverter-Defibrillator (ICD) und einem kürzlichen Ereignis von anhaltender VT oder VF. INTERVENTION: Die Patienten wurden zufällig ausgewählt, um Fischöl, 1,8 g/d, 72 % Omega-3-PUFAs, oder Placebo zu erhalten und wurden median 718 Tage (Bereich, 20-828 Tage) nachverfolgt. HAUPTERGEBNISSE: Zeit bis zum ersten ICD-Behandlungsereignis für VT/VF, Änderungen der roten Blutkörperchenkonzentrationen von Omega-3-PUFAs, Häufigkeit von wiederkehrenden VT/VF-Ereignissen und vorab festgelegte Subgruppenanalysen. ERGEBNISSE: Patienten, die zufällig Fischöl erhielten, hatten eine Erhöhung des durchschnittlichen Prozentsatzes von Omega-3-PUFAs in den Membranen der roten Blutkörperchen von 4,7 % auf 8,3 % (P<.001), ohne Veränderung bei den Patienten, die Placebo erhielten. Nach 6, 12 und 24 Monaten hatten 46 % (SE, 5 %), 51 % (5 %) und 65 % (5 %) der Patienten, die zufällig Fischöl erhielten, ICD-Therapie für VT/VF, verglichen mit 36 % (5 %), 41 % (5 %) und 59 % (5 %), die den Patienten, die Placebo erhielten, zugeordnet wurden (P = .19). In der Untergruppe von 133 Patienten, deren qualifizierende Arrhythmie VT war, hatten 61 % (SE, 6 %), 66 % (6 %) und 79 % (6 %) der Patienten in der Fischölgruppe VT/VF nach 6, 12 und 24 Monaten verglichen mit 37 % (6 %), 43 % (6 %) und 65 % (6 %) der Patienten in der Kontrollgruppe (P = .007). Wiederkehrende VT/VF-Ereignisse waren bei den Patienten, die zufällig Fischöl erhielten, häufiger (P<.001). FAZIT: Unter Patienten mit einem kürzlichen Ereignis von anhaltender ventrikulärer Arrhythmie und einem ICD reduziert die Fischölergänzung nicht das Risiko von VT/VF und könnte bei einigen Patienten proarrhythmisch sein.
Raitt et al. (Mittwoch,) untersuchten diese Frage.