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ZIELSETZUNGEN: Die Bereitstellung von 360-Grad-Feedback wird in Revalidierungsprogrammen häufig eingesetzt. Es wurde jedoch wenig unternommen, um systematisch die Variablen zu identifizieren, die beeinflussen, ob nach solchen Bewertungen tatsächlich eine Leistungsverbesserung erzielt wird oder nicht. Diese Studie zielt darauf ab, die Faktoren zu erforschen, die Anreize oder Hemmnisse für Berater darstellen, Vorschläge zur Verbesserung aus dem 360-Grad-Feedback umzusetzen. METHODEN: Im Jahr 2007 wurden 109 Berater in den Niederlanden mit 360-Grad-Feedback und Portfolio-Lernen evaluiert. Wir führten eine qualitative Studie mit semi-strukturierten Interviews mit 23 dieser Berater durch, die gezielt nach Geschlecht, Krankenhaus, Berufserfahrung, Fachgebiet und in einem vorhergehenden Fragebogen geäußerten Ansichten ausgewählt wurden. Ein Grounded-Theory-Ansatz wurde verwendet, um die transkribierten Audioaufnahmen zu analysieren. ERGEBNISSE: Wir identifizierten vier Gruppen von Faktoren, die die Praxisverbesserung der Berater nach 360-Grad-Feedback beeinflussen können: (i) kontextuelle Faktoren im Zusammenhang mit Arbeitsbelastung, fehlender Offenheit und sozialer Unterstützung, mangelndem Engagement des Krankenhausmanagements, den Prinzipien des freien Marktes und öffentlichem Misstrauen; (ii) Faktoren, die sich auf Feedback beziehen; (iii) Merkmale des Bewertungssystems, wie Facilitatoren und ein Portfolio zur Förderung der Reflexion, konkrete Verbesserungsziele und jährliche Nachfolgegespräche, und (iv) individuelle Faktoren wie Selbstwirksamkeit und Motivation. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Es scheint, dass 360-Grad-Feedback eine positive Kraft für die Praxisverbesserung sein kann, vorausgesetzt, es werden bestimmte Bedingungen erfüllt, wie beispielsweise die Verfügbarkeit von qualifizierten Facilitatoren zur Förderung der Reflexion, das Setzen konkreter Ziele und die Durchführung von Nachfolgegesprächen. Diese Studie unterstreicht die Tatsache, dass Krankenhäuser und Beratergruppen sich des bestehenden Mangels an Offenheit und der Abwesenheit von konstruktivem Feedback bewusst sein sollten. Berater gaben an, dass das Teilen persönlicher Reflexionen mit Kollegen die Qualität kollegialer Beziehungen verbessern und die Chance auf echte Leistungsverbesserung erhöhen könnte.
Overeem et al. (Donnerstag) untersuchten diese Frage.