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Das Risiko für oropharyngeale Schluckstörungen (Dysphagie) steigt mit zunehmendem Alter. Der Verlust der Schluckfunktion kann verheerende gesundheitliche Folgen haben, darunter Dehydratation, Mangelernährung, Pneumonie und eine verminderte Lebensqualität. Altersbedingte Veränderungen erhöhen das Risiko für eine Dysphagie. Erstens fordert das natürliche, gesunde Altern seinen Tribut von der Anatomie von Kopf und Hals sowie von den physiologischen und neuronalen Mechanismen, die der Schluckfunktion zugrunde liegen. Dieses Fortschreiten der Veränderungen trägt zu Veränderungen des Schluckakts bei gesunden älteren Erwachsenen bei und wird als Presbyphagie bezeichnet, was die funktionelle Reserve naturgemäß verringert. Zweitens steigt die Krankheitsprävalenz mit dem Alter, und Dysphagie ist eine Komorbidität vieler altersbedingter Erkrankungen und/oder deren Behandlungen. Sensorische Veränderungen, Medikamente, Sarkopenie und altersbedingte Erkrankungen werden hierin diskutiert. Neuere Erkenntnisse darüber, dass gesundheitliche Komplikationen mit Dysphagie assoziiert sind, werden vorgestellt. Nährstoffbedarf, Flüssigkeitsaufnahme und Ernährungsbeurteilung bei älteren Erwachsenen werden im Hinblick auf Dysphagie überprüft. Das Dysphagie-Screening sowie die Vor- und Nachteile einer Sondenernährung als Lösung werden diskutiert. Es werden optimale Interventionsstrategien für ältere Menschen mit Dysphagie vorgestellt, die von kompensatorischen Interventionen bis hin zu anspruchsvolleren Übungsansätzen reichen. Es werden überzeugende Belege für verbesserte funktionelle Schluck- und Essergebnisse infolge einer aktiven Rehabilitation erbracht, die sich auf die Kräftigung der Kopf- und Halsmuskulatur konzentriert. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass eine oropharyngeale Dysphagie zwar lebensbedrohlich sein kann, dies jedoch auch für einige der traditionellen Alternativen gilt, insbesondere für gebrechliche, ältere Patienten. Obwohl die Evidenzlage weiteren Forschungsbedarf erfordert, deutet diese Übersichtsarbeit darauf hin, dass die verhaltensbezogenen, ernährungsbezogenen und umfeldbedingten Modifikationen, die im vergangenen Jahrzehnt entstanden sind, mitfühlende, vielversprechende und in vielen Fällen bevorzugte Alternativen zur stets präsenten Option der Sondenernährung darstellen.
Ney et al. (Fri,) untersuchten diese Frage.
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