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Sollten Flüchtlinge Flüchtlingslager verwalten? Dieses Papier argumentiert, dass sie es sollten. Es stützt sich auf normative politische Gedanken und berücksichtigt das Prinzip der Allunterworfenheit sowie eine instrumentelle Verteidigung der demokratischen Herrschaft. Letzteres besagt, dass alle, die in einer politischen Einheit der Herrschaft unterworfen sind, ein Mitspracherecht in dieser Herrschaft haben sollten. Durch die Analyse der Bedingungen, die in Flüchtlingslagern herrschen, zeigt das Papier, dass das Prinzip der Allunterworfenheit auch dort Anwendung findet. Flüchtlingslager haben sich fast als eigenständige Einheiten von ihren Gastgeberstaaten entwickelt. Sie haben ihre eigenen wirtschaftlichen, rechtlichen und sogar politischen Systeme gebildet, innerhalb derer Flüchtlinge der politischen Herrschaft unterworfen sind. Das Papier zeigt dann, dass demokratische Herrschaft der bevorzugten Entscheidungsmethode gegenüber anderen Verfahren vorzuziehen ist. Kein noch so viele Experten können die Institutionen ersetzen, die zu Rechenschaftspflicht der Entscheidungsträger und zur Einbeziehung der Flüchtlinge als situierte und erkenntnistheoretisch vielfältige Kenner der Probleme, mit denen sie konfrontiert sind, und der Lösungen, die am besten funktionieren würden, führen würden.
Felix Bender (Thu,) hat diese Frage untersucht.