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Die Replikation und Speicherung des Virus sind charakteristische Merkmale hyperplastischer lymphoider Gewebe bei HIV-Infektionen. Bei opportunistischen Infektionen wird HIV von phagozytierenden mononuklearen und Langhans'-typ multinukleären Makrophagen synthetisiert, die die dendritischen Zell-assoziierten Antigene S-100 und p55 ko-exprimieren. Ähnliche Zellen in hyperplastischen Mandeln und Adenoiden von HIV+ Individuen wurden alternativ als Makrophagen oder auf Grundlage der gleichen S-100- und p55-Färbung als dendritische Zellen identifiziert. Um die Rolle dieser HIV-reichen Zellen in der HIV-Krankheit zu klären, ist es wichtig, diese offensichtliche Diskrepanz in der Identität zu reconciliieren. Hyperplastische Mandel- und Adenoidproben wurden mittels HIV-RNA In-situ-Hybridisierung (ISH), Licht- und Transmissionselektronenmikroskopie (TEM) sowie Immunhistochemie (IHC) (HIV Gag p24-Protein, S-100, p55, CD68, HAM56, Lysozym, Alpha-1-Antitrypsin und Alpha-1-Antichymotrypsin) analysiert. In HIV+ pädiatrischen und erwachsenen chirurgischen Proben (n = 11) waren die Riesenzellen und ihre mononuklearen Gegenstücke sowohl für Makrophagen- als auch für p55- und S-100-IHC-Marker positiv. Außerdem zeigten TEM, p24-IHC und ISH die HIV-Expression durch Zellen mit typischen Merkmalen von Makrophagen. Darüber hinaus waren diese Zellen nicht ausschließlich in HIV+-Proben zu finden; sie wurden in 20 % der hyperplastischen T&A-Chirurgieproben (n = 57) ohne HIV sowie in mehreren Arten von granulomatösen Prozessen, wie z.B. Sarkoidose, beobachtet. Diese Zellen scheinen einen aktivierten Phänotyp darzustellen, der unabhängig von HIV entstehen kann, möglicherweise aber einen viralen Wirt bei HIV-infizierten Individuen repräsentiert. Somit sind die Riesenzellen und mononuklearen Zellen, die beeindruckende Mengen an HIV in Mandeln und Adenoiden produzieren, makrophagenursprünglich, teilen jedoch, wie bei opportunistischen Infektionen, dendritische Zell-assoziierte Antigene, was auf einen gemeinsamen CD34+ Knochenmarksvorläufer hinweist.
Orenstein et al. (Fri,) untersuchten diese Frage.