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Die kürzliche Invasion der San Francisco Bay durch die filternahrende Muschel Potamocorbula amurensis bietet die Gelegenheit, die ökologischen Konsequenzen einer erheblichen biologischen Störung zu dokumentieren. Frühere Arbeiten in den letzten zwei Jahrzehnten haben gezeigt, dass die Phytoplanktonbiomasse im oberen Ästuar während saisonaler Hochwasserperioden mit kurzen Aufenthaltszeiten niedrig ist (2–3 mg Chl a m−3), und sie ist normalerweise hoch (Spitze > 30 mg Chl a m−3) während der Sommer-Herbst-Saisons mit niedriger Wasserführung und langen Aufenthaltszeiten. Seit P. amurensis jedoch 1987 weit verbreitet und zahlreich wurde, ist das Sommermaximum der Phytoplanktonbiomasse verschwunden, vermutlich aufgrund des erhöhten Beweidungsdrucks durch diese neu eingeführte Art. Für den Zeitraum 1977–1990 betrug die geschätzte durchschnittliche Primärproduktion nur 39 g C m² yr−1 in Jahren, in denen Muschel-Filterfresser zahlreich waren (> 2.000 m−2), im Vergleich zu 106 g C m−2 yr−1, wenn Muscheln abwesend oder in geringer Anzahl vorhanden waren. Diese Beobachtungen unterstützen die Hypothese, dass saisonale und interannuelle Schwankungen der Phytoplanktonbiomasse und Primärproduktion in Ästuaren gemeinsam durch direkte physikalische Effekte (z.B. stromgetriebenen Transport) und trophische Interaktionen (Episoden verstärkten Beweidungsdrucks durch einwandernde Populationen benthischer Filterfresser) reguliert werden können.
Alpine et al. (Mittwoch) untersuchten diese Frage.
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