This analysis explores female self-transformation in literature, suggesting new roles beyond creator and creation.
Der Mythos des „Pygmalion“, Teil von Ovids Opus Magnum Metamorphosen, bildet die Grundlage für zahlreiche und äußerst vielfältige Neuinterpretationen. Ebenso bildet die im Ursprungsmythos dargestellte Beziehung zwischen Schöpfer und Schöpfung eine häufig behandelte Thematik. Die vorliegende Arbeit reiht sich in diese Diskussion ein, indem sie die Entwicklung der weiblichen Schöpfungsfiguren Galatea in Madeline Millers gleichnamiger Kurzgeschichte sowie Bella in Alasdair Grays Roman Poor Things analysiert. Sie bedient sich dabei des Konzepts der Assemblage, wie es von Jane Bennett in Vibrant Matter: A Political Ecology of Things definiert wurde, und kombiniert dieses mit Claudia Benthiens Ausführungen zur Rolle der Haut, um die Selbstgestaltungsprozesse der Frauen zu beleuchten. Diese Analyse folgt einer dekonstruktivistischen Interpretation, um die Transformation der weiblichen Figuren zu betrachten. Über das zentrale Konzept der Metamorphose im Werk Ovids hinausgehend, wird die Selbst-Metamorphose der Frauen, ermöglicht durch Handlungen körperlicher Grenzüberschreitung, aufbauend auf und in Abwandlung von Butler, definiert als bewusst gesetzte Handlungen kreativer Reartikulation, diskutiert. Dieser Prozess der selbstbestimmten Transformation ermöglicht die Formierung einer körperlichen Assemblage, welche die binäre Struktur von Schöpfer und Schöpfung aufhebt. Die emergente Handlungsfähigkeit der jeweiligen körperlichen Assemblage ermöglicht es den weiblichen Charakteren, sich über ihre, durch die Schöpferfiguren vorgegebene, deterministische Existenz hinwegzusetzen und ihre Haut selbst zu prägen. Ursprünglich von ihren Schöpfern als verbergende Hülle auferlegt, reartikulieren die Frauen im Zuge ihrer Selbst-Metamorphosen ihre Haut als expressive Interaktionsfläche, als selbstbeschriebenes Blatt.
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Marion Christina Deutsch (2026) studied this question.
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