ZUSAMMENFASSUNG Diese Arbeit verwendet die kritische Theorie der Technologie (CTT) als analytischen Rahmen und führt eine systematische Literaturübersicht über die soziopolitischen Auswirkungen disruptiver Technologien in der Tourismusbranche durch. Sie zielt darauf ab, die funktionalistischen Grenzen der bestehenden Forschung zu überschreiten und die zugrunde liegenden Mechanismen aufzudecken, durch die Technologie Macht neu gestaltet, Ungleichheit verschärft und Governance-Herausforderungen aufwirft. Nach den PRISMA-Richtlinien haben wir Literatur, die zwischen 2015 und 2026 in den Datenbanken Web of Science und Scopus veröffentlicht wurde, gesichtet und letztendlich 79 Artikel für eine umfassende thematische Synthese einbezogen. Die Ergebnisse zeigen, dass disruptive Technologien keine neutralen Werkzeuge der Effizienz sind; ihr "technischer Code" ist mit einer managerialistischen Logik durchzogen, die sich auf Effizienz, Kontrolle und Wertschöpfung konzentriert. Plattformen akkumulieren strukturelle Macht durch Datenmonopole und algorithmische Steuerung und üben verdeckte Mikrokontrolle über Arbeitsprozesse aus. Diese Neukonfiguration der Macht erzeugt spezifische Verteilungsfolgen in räumlicher und wirtschaftlicher Hinsicht, wie z. B. kurzzeitige Mietplattformen, die städtische Wohnungsmärkte unter Druck setzen, und Plattformarbeit, die in prekären Bedingungen gefangen wird. Bestehende Governance-Systeme stehen im Allgemeinen vor dem Dilemma von Regulierungsrückstand und Fragmentierung, aber alternative Governance-Wegweiser - wie Datenverantwortung und partizipatives Design - entstehen. Diese Studie theorisiert auch das signifikante Ungleichgewicht in der Literatur - in der die Forschung zu Plattformtechnologien dominiert - als eine Meta-Erkenntnis und argumentiert, dass die soziale Sichtbarkeit von Technologie den kritischen Fokus wissenschaftlicher Untersuchungen prägt. Wir argumentieren, dass nur institutionelle Innovation die "demokratische Rationalisierung" von Tourismus-Technologien fördern kann, indem sie sich auf inklusivere und öffentlich orientierte soziopolitische Prozesse zubewegt und so die durch disruptive Technologien verursachten Machtneukonfigurationen und Governance-Herausforderungen addressiert.
Ziming et al. (Wed,) haben diese Frage untersucht.