358 Zusammenfassung Der Beitrag untersucht die zunehmende Bedeutung der Geschäftsleiterverantwortung in Unternehmenskrisen vor dem Hintergrund jüngerer Reformen des Insolvenz- und Restrukturierungsrechts. Im Detail widmet er sich der rechtsformübergreifenden Pflicht zur Krisenfrüherkennung und zum Krisenmanagement nach § 1 StaRUG sowie deren Verhältnis zu bestehenden gesellschafts‑, insolvenz‑ und strafrechtlichen Pflichten. Analysiert werden die Reichweite dieser Pflichten, die Haftungsrisiken im Innenverhältnis – insbesondere die sogenannte Restrukturierungsverschleppungshaftung – sowie die Gründe der Ablehnung einer Außenhaftung. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Implikationen der ungelösten Frage eines möglichen shift of fiduciary duties bei drohender Zahlungsunfähigkeit (§ 18 Abs. 2 InsO). Abschließend werden gesetzgeberische Vorschläge zur Erhöhung der Rechtssicherheit im vorinsolvenzlichen Krisenstadium entwickelt.
Alexandra Schluck-Amend (Mon,) studied this question.