Randomized trial evaluates Kurzarbeit's impact on unemployment in Austria, suggesting model limitations.
Diese Arbeit bewertet die Effekte der ausgeweiteten österreichischen Kurzarbeit während der COVID-19-Krise. Auf Basis quartalsweiser Arbeitslosenquoten für den Zeitraum 2017–2022 wird untersucht, wie sich die Arbeitslosigkeit in Österreich ab dem ersten Quartal 2020 entwickelt hätte, wenn die Kurzarbeit nicht in diesem Ausmaß ausgeweitet worden wäre. Methodisch wird dazu die Synthetic Control Method (SCM) verwendet: Dafür wird ein „synthetisches Österreich“ als gewichtete Kombination europäischer Donorländer konstruiert, das Österreich in der Vorperiode hinsichtlich der Entwicklung der Arbeitslosenquote sowie zentraler makroökonomischer Prädiktoren möglichst gut abbildet. Die Interpretation stützt sich nicht auf einen einzelnen Schätzwert, sondern auf Modeldiagnostik. Dazu gehören die Bewertung der Anpassungsgüte vor dem Treatment, placebo- und permutationsbasierte Tests sowie Robustheitsanalysen, in denen Donor-Pools, Prädiktoren und Vorperioden variiert werden. Insgesamt zeichnet die SCM ein plausibles Bild davon, wie sich die Arbeitslosigkeit in Österreich ohne die Ausweitung der Kurzarbeit entwickelt hätte. Gleichzeitig zeigen die Ergebnisse, dass die geschätzten Effekte nach 2020 empfindlich darauf reagieren, wie das Modell spezifiziert wird – besonders auf die Wahl der Vorperiode und darauf, welche Länder als Vergleichsgruppe dienen. Genau darin liegt auch die zentrale Aussage der Arbeit: SCM ist ein nützliches Werkzeug für eine transparente Gegenüberstellung, stößt aber an Grenzen, wenn Arbeitslosigkeit nur indirekt auf Kurzarbeit reagiert, weil Kurzarbeit vor allem Beschäftigung hält statt Arbeitslosigkeit zu senken.
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Ishak Tosun (2026) studied this question.
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