Die Dissertation untersucht, wie der Nacala-Entwicklungskorridor in Mosambik territoriale Strukturen, Landgovernance und lokale Lebensgrundlagen im Kontext der Globalisierung transformiert. Sie zeigt, dass Extraktivismus, transnationale Investitionen und geopolitische Interessen zentrale Treiber dieser Prozesse sind. Mithilfe eines transdisziplinären Ansatzes aus Critical Remote Sensing, politökonomischer Analyse und Ethnografie analysiert die Studie Territorialisierungsprozesse auf nationaler, regionaler, distrikt- und lokaler Ebene. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass die infrastrukturelle Entwicklung zwar globale Kapitalflüsse fördert, jedoch häufig soziale Spannungen, Landkonflikte und begrenzte lokale Vorteile erzeugt. Entwicklungskorridore erscheinen damit als politische Projekte, die Ungleichheiten reproduzieren, zugleich aber Räume für Anpassung und Widerstand eröffnen.
Ricardo Gellert Paris (Thu,) studied this question.