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Die Bedenken hinsichtlich der Rolle von Pestiziden, die die Populationen von Wirbeltierwildtieren beeinflussen, haben sich kürzlich auf systemische Produkte konzentriert, die eine breite Toxizität aufweisen. Da die Neonikotinoide die am schnellsten wachsende Klasse von Insektiziden weltweit geworden sind, überprüfen wir hier 150 Studien zu ihren direkten (toxischen) und indirekten (z. B. Nahrungsnetz) Auswirkungen auf Wirbeltierwildtiere – Säugetiere, Vögel, Fische, Amphibien und Reptilien. Wir konzentrieren uns auf zwei Neonikotinoide, Imidacloprid und Clothianidin, sowie ein drittes Insektizid, Fipronil, welches ebenfalls auf die gleiche systemische Weise wirkt. Es wurde festgestellt, dass Imidacloprid und Fipronil für viele Vögel und die meisten Fische giftig sind. Alle drei Insektizide üben subletale Auswirkungen aus, die von genotoxischen und zytotoxischen Wirkungen bis hin zu beeinträchtigter Immunfunktion, vermindertem Wachstum und reproduktivem Erfolg reichen, oft bei Konzentrationen, die weit unter denen liegen, die mit Mortalität verbunden sind. Der Einsatz von Imidacloprid und Clothianidin als Saatgutbehandlung bei einigen Kulturen birgt Risiken für kleine Vögel, und die Aufnahme selbst von wenigen behandelten Samen könnte bei empfindlichen Vogelarten Mortalität oder reproduktive Beeinträchtigungen verursachen. Im Gegensatz dazu scheinen die Umweltdurchschnittswerte von Imidacloprid und Clothianidin unter den für Süßwasserwirbeltiere mortalisierenden Werten zu liegen, obwohl subletale Effekte auftreten können. Einige aufgezeichnete Umweltkonzentrationen von Fipronil könnten jedoch hoch genug sein, um Fischen zu schaden. Indirekte Effekte werden in Risikobewertungen selten berücksichtigt, und es mangelt an Daten, trotz des Potenzials, populationenbezogene Auswirkungen auszuüben. Unsere Forschung ergab zwei Fallstudien zu indirekten Effekten. In einer kam es durch die Verwendung von sowohl Imidacloprid als auch Fipronil zu einer Verringerung des Wirbellosenbeutetiere, was das Wachstum einer Fischart beeinträchtigte, und in einer anderen wurden Rückgänge in den Populationen von zwei Eidechsenarten mit Wirkungen von Fipronil auf Termitenbeutetiere in Verbindung gebracht. Die hier präsentierten Beweise deuten darauf hin, dass die systemischen Insektizide, Neonikotinoide und Fipronil in der Lage sind, direkte und indirekte Auswirkungen auf terrestrische und aquatische Wirbeltierwildtiere auszuüben, was eine weitere Überprüfung ihrer ökologischen Sicherheit rechtfertigt.
Gibbons et al. (Mi,) haben diese Frage untersucht.