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BEDEUTUNG: Laufbedingte Verletzungen sind weit verbreitet. ZIEL: Synthese veröffentlichter Evidenz mit internationalen Expertenmeinungen zum Einsatz von Lauf-Retraining bei der Behandlung von Verletzungen der unteren Extremitäten. STUDIENDESIGN: Mixed Methods. METHODEN: Ein systematischer Review klinischer und biomechanischer Befunde zu Lauf-Retraining-Interventionen wurde synthetisiert und mit halbstrukturierten Interviews mit 16 internationalen Experten kombiniert, die das klinische Reasoning bezüglich der Implementierung von Lauf-Retraining abdeckten. ERGEBNISSE: Begrenzte Evidenz stützt die Wirksamkeit des Wechsels vom Rückfuß- zum Vorfuß- oder Mittelfußlauf sowie der Erhöhung der Schrittfrequenz oder Veränderung der proximalen Mechanik bei Personen mit belastungsabhängigen anterioren Unterschenkelschmerzen; ebenso visuelles und verbales Feedback zur Reduktion der Hüftadduktion bei Frauen mit patellofemoralem Schmerzsyndrom. Trotz der geringen klinischen Evidenz empfahlen Experten ein Lauf-Retraining bei: Iliotibialband-Syndrom; Plantarfasziopathie (Fasziitis); Achillessehnen-, Patellarsehnen-, proximaler Hamstring- und Gluteal-Tendinopathie; Wadenschmerzen; und medialem tibialem Stresssyndrom. Eine individuelle Anpassung der Ansätze an die jeweilige Verletzung und Person wurde empfohlen, um die Ergebnisse zu optimieren. Es existiert substantielle Evidenz für die unmittelbaren biomechanischen Effekte von Lauf-Retraining-Interventionen (46 Studien), einschließlich der Evaluation von Schrittfrequenz- und Aufsatzmuster-Manipulationen, Strategien zur Veränderung der proximalen Kinematik und Hinweisen zur Reduktion von Stoßbelastungsvariablen. ZUSAMMENFASSUNG UND RELEVANZ: Unsere Synthese veröffentlichter Evidenz zu klinischen Ergebnissen und biomechanischen Effekten mit Expertenmeinungen zeigt, dass Lauf-Retraining bei der Behandlung von Verletzungen der unteren Extremitäten in der klinischen Praxis in Betracht gezogen werden sollte.
Barton et al. (Tue,) untersuchten diese Frage.