Zusammenfassung Kanada hat durch seine Teilnahme an der Entwicklung der Rechtsprechung des Internationalen Gerichtshofs (IGH) einen bedeutenden Einfluss auf das internationale Recht gehabt. Mehrere Schiedsgerichte, die Kanada betreffen, selbst vor der Gründung des Vorgängers des IGH, des Ständigen Internationalen Gerichtshofs, waren entscheidend für die Prägung nachfolgender Jurisprudenz in verschiedenen Bereichen des Völkerrechts. Kanadas Teilnahme an Verfahren vor dem Gericht, sowohl als Partei und Intervenient in strittigen Fällen als auch als Teilnehmer an Beratungsverfahren, war reich an rechtlichen Argumenten zu grundlegenden Themen wie der Funktionsweise der Vereinten Nationen, der Zuständigkeit des IGH, dem Seerecht, dem Umweltrecht und dem Recht der Staatshaftung. Vielleicht noch bedeutsamer ist, dass die Aktivitäten und Erklärungen von Kanadas Gerichten, Exekutive und Legislative häufig als Beispiele für staatliche Praxis in Schriftsätzen vor dem Gericht herangezogen werden. Schließlich, obwohl Kanada nur einen gewählten Richter am IGH hat, haben kanadische Juristen häufig als ad hoc-Richter sowie als Rechtsberater und Anwälte für Staaten gedient.
Braumann et al. (Fr,) haben diese Frage untersucht.
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