Qualitative study examines barriers faced by clinical psychologists in discussing sexuality with clients, suggesting enhanced training.
Ziel: Sexualität und sexuelle Gesundheit sind wichtige Bestandteile des Menschseins und tragen zum allgemeinen Wohlbefinden bei, werden jedoch in klinisch-psychologischen Settings selten thematisiert. Der Diskurs über Sexualität mit Fachleuten für psychische Gesundheit wurde in deutschsprachigen Stichproben bisher kaum untersucht. Der Zweck dieser Studie war es, die Hindernisse zu untersuchen, denen klinische Psycholog*innen in Österreich beim Thema Sexualität gegenüber ihren Klient*innen begegnen, sowie die Sexualaufklärung von Fachleuten zu beleuchten und eine professionelle Haltung gegenüber Sexualität zu ermitteln. Methodik: Acht klinische Psycholog*innen im Alter von 30 bis 53 Jahren aus Wien, Österreich, wurden über bundesweite Websites für Fachpersonen zum Thema psychische Gesundheit sowie über ihre eigenen Websites rekrutiert. Es wurden halbstrukturierte Interviews durchgeführt, in denen das Verständnis des Diskurses über Sexualität in der klinisch-psychologischen Praxis, die Sexualaufklärung von klinischen Psycholog*innen in Österreich sowie ihre Definition einer professionellen Haltung gegenüber Sexualität untersucht wurden. Die Interviews wurden mittels KI transkribiert und anschließend mittels MAXQDA kodiert. Die Kodierungen wurden mittels reflexiver thematischer Analyse ausgewertet, um sich abzeichnende Themen zu identifizieren. Ergebnisse: Es kristallisierten sich folgende vier Themen heraus: (1) Sexualität: Vielschichtig und kulturell tabuisiert; (2) Das Gespräch über Sexualität mit klinischen Psycholog*innen hängt von den Klient*innen, den Psycholog*innen, ihrer Beziehung und fachlichem Wissen ab; (3) Professionell über Sexualität reden: Reflektieren, Feedback einholen oder Schaden anrichten; (4) Heterogenität der psychologischen Ausbildung: Unterschiedliche Meinungen und mangelndes Wissen. Diskussion: Sexualaufklärung muss stärker in die Grundausbildung von Fachkräften im Bereich der psychischen Gesundheit integriert werden, um Gespräche über Sexualität sowie Fähigkeiten und Selbstvertrauen zu verbessern. Darüber hinaus sollte ein sexpositiver Ansatz in Bezug auf Sexualität implementiert werden, damit die Komplexität von sexuellen Realitätswelten und marginalisierten Gruppen besser unterstützt wird und systemische Ungerechtigkeiten berücksichtigt und reflektiert werden.
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Eva Steinhäusler (2026) studied this question.
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